2013 Nordsee

Am Mittwoch 29. Mai packe ich morgens unser Wohnmobil und mittags fahren wir los. In Goldau bereits der erste Halt. Wir dürfen bei Sütis ein feines Mittagessen geniessen. Jetzt geht es so richtig los. Wir wollen zuerst ein paar Tage in Hamburg verbringen, doch die 940 km müssen zuerst einmal gefahren werden. Wir kommen gut voran, wir übernachten auf einer Autobahn Raststätte, bevor die Reise am Morgen weiter geht.

Um 9:30 Uhr haben wir Hamburg erreicht und wir können direkt am Fischmarkt den Stellplatz nutzen. Weder Strom, noch Ver- und Entsorgung, dafür direkte Sicht auf die Elbe. Hamburg gefällt uns sehr, es gibt vieles zu sehen und zu entdecken. Auch das Wetter macht mit. Wir bleiben bis am Sonntag und besuchen am Morgen früh noch den Fischmarkt. Da ist einiges los. Ein wirklich sehenswerter Markt.

Da wir heute am 2. Juni noch an die Norseeküste wollen und bereits lange wach sind, legen wir uns nochmals kurz hin, bevor wir dann um 9:30 Uhr nach Flensburg fahren.In Glücksburg finden wir einen geeigneten Campingplatz und machen dann eine Velotour um die Halbinsel. Es ist recht windig, darum sind wir froh, als wir wieder zurück beim Womo sind.

Herrliches Wetter, wir nehmen unsere Räder und erkunden Flensburg. Ein netter Ort. Später fahren wir mit dem Womo weiter nach Dagebüll auf den Campingplatz  Neuwarft. Wir erkunden die Gegend und sind vom Wattenmeer beeindruckt. Abends geniessen wir sogar den Sonnenuntergang, obwohl es doch ziemlich kalt ist.

Heute wollen wir mit dem Schiff auf die Insel Amrum. Wir nehmen die Velos mit und hoffen die Insel so erkunden zu können. Gegen Mittag kommen wir in Wittbüll an. Eine wunderschöne Insel, die uns auf Anhieb begeistert. Wir radeln nach Nebel und nach Norddorf, wo wir barfuss dem Strand entlang gehen. Unterwegs stärken wir uns mit einem Fischbrötchen, bevor wir wieder zurück und auf’s Schiff müssen.

Eigentlich haben wir einen Ruhetag geplant, doch die Sonne scheint so herrlich, dass wir mit den Velos nach Niebüll fahren, um dort den Fahrplan für Sylt zu studieren. Die Gegend ist einmal mehr sehr schön. Zurück beim Womo entscheiden wir uns noch nach Niebüll zu dislozieren, da es dort einen Stellplatz gibt und der Zug morgens bereits um 9:00 Uhr fährt.

Auch die Insel Sylt erkunden wir mit dem Velo. Einmal mehr weht der Wind, was die Fahrt teilweise etwas anstrengend macht. Wir schaffen den Norden der Insel, das heisst, Westerland, Keitum, Braderup und Kampen. Es gibt viel Schönes zu sehen, trotzdem hat uns Anrum um einiges besser gefallen. Kaum zurück beim Womo packen wir zusammen, denn wir stehen ja auf einem Stellplatz und wir wollen uns die nächsten Tage etwas ausruhen, was auf einem Stellplatz nicht wirklich schön ist. Wir fahren bis nach Süderhafen auf den Campingplatz Margarethenruh, der wohl klein ist, aber sehr fein ist.

Wir geniessen die Zeit mit Spazieren, Wattenmeer erleben, Velofahren, Karten schreiben und auch Faulenzen gehörte dazu.

Am 9 Juni fühlen wir uns wieder fit für eine Weiterreise. Wir wollen nach St. Peter Ording. Unterwegs besuchen wir in Tönning das Wattforum, das sich auf jeden Fall lohnt. In St. Peter Ording stehen wir auf dem Reisemobilhafen, von wo wir wiederum mit den Velos alles erkunden können. Der grosse Strand ist beeindruckend, auch die Reiter mit den Pferden geben ein tolles Bild ab.

Heute fahren wir nach Cuxhaven auf den riesengrossen Stellplatz. Ca.300 Plätze sind vorhanden.

11. Juni und es ist bewölkt, doch endlich nicht mehr so kalt. Nach dem Frühstück fahren wie weiter nach Nordholz und besuchen das Aeroniauticum Deutsches Luftschiff und Marinemuseum, bevor wir weiter nach Bremerhaven fahren. Wir stellen uns auf den nahe gelegenen Stellplatz Fischkai am Fischereihafen. Einmal mehr satteln wir unsere Räder und fahren in die Stadt. Wow, da gibt es viel zu sehen. Wir entscheiden uns für das Auswanderermuseum, was einige Zeit beansprucht und sehr interessant ist. Da es heute sehr schön ist, gehen wir auch abends noch einmal in die Stadt um dem Sonnenuntergang zu zuschauen. Wir tragen Faserpelz und Windjacke weil es richtig kalt ist, aber es ist wunderschön und wir werden mit einem herrlichen Sonnenuntergang belohnt.

Es ist bewölkt, dafür einiges wärmer. Der Wind kommt nun vom Süden. Heute steht das Klimahaus auf dem Programm. Die nächsten 4 Stunden gehen wir entlang dem achten östlichen Längengrad, durch die verschiedenen Klimazonen. Von Bremerhaven, über Isenthal nach Sardinien, weiter nach Ägypten, dann nach Afrika, weiter in die Antarktis, dann über die Südsee nach Alaska, und durch Langeness wieder zurück nach Bremerhaven. Ein tolles Erlebnis. Abends fahren wir noch weiter südwärts. Während der Fahrt spüren wir, dass die vielen Eindrücke müde machen. Wir entscheiden und noch für ein paar Tage Erholung. Wir geniessen in Tecklenburger land am Waldsee unsere verdiente Nachtpause.

Wir wollen noch weiter südlich fahren, da es dort wärmer sein soll. Einige Tage mit sommerlichen Temperaturen würden uns nicht schaden. Wir fahren den Campinplatz Trittenheim an der Mosel an. Ein kleiner hübscher Platz und ringsum Rebberge. Die Tage vergehen schnell, denn herumliegen ist nicht unser Ding. Wir machen einige Velotouren oder grössere Spaziergänge, auch wenn es immer noch windig und ab und zu kühl ist.

Heute ist der 17. Juni und wir wollen über die Schwarzwald Hochstrasse nach Dornstetten-Hallwangen auf den Höhencamping Königskanzel. Endlich ist er da der Sommer und somit auch gleich der erste Hitzetag.

Mit ÖV gehen wir heute nach Freudenstadt, ein schöner Ort, doch wir haben die Hitze unterschätzt. Zurück beim Womo sind wir doch ziemlich geschafft.

Wiederum schönstes Wetter. Wir wollen etwas wandern. Nach 2 Stunden Marsch kommen wir an einen Barfusspark, den wir gleich ablaufen. Interessant die verschiedenen Unterlagen zu spüren. Kaum zu glauben, aber ich bin froh, wieder die Schuhe anziehen zu dürfen, denn nach diesem Marsch tun mir richtig die Füsse weh und es sind noch gute 3,5 km bis zum Womo. Da das Wetter vorzüglich und heisst ist, tauschen wir die Wanderschuhe mit den Badehosen und geniessen den Pool auf dem Campingplatz.

Jetzt heisst es ade zu sagen und nach Hause zu fahren. Alles hat einmal ein Ende, so auch diese Ferien. Wir haben viel Neues gesehen und nehmen viele tolle Erlebnisse mit nach Hause.