2013 Toscana und Umbrien

Nachdem wir im Juni eher den kühlen, windigen Norden bereist haben, wollen wir nun noch etwas Sonne und warme Temperaturen tanken.

Es ist der eidg. Buss- und Bettag der 15. September und nach dem Gottesdienst fahren wir los Richtung Italien. Wir haben 2 Wochen Zeit. Einzige vorgesehene Ziele sind Florenz und Assisi. Im Tessin beginnt es bereits zu regnen und je südlicher wir kommen, desto stärker. Da wir unser Haus ja dabei haben, stresst uns dies überhaupt nicht und wir fahren einfach etwas langsamer. Wir fahren über Parma – La Spezia bis nach Marina die Massa, wo wir auf dem Camping Giardino übernachten.

Wunderbar geschlafen, da es auch sehr ruhig war. Es ist Herbst und der Campingplatz nur noch schwach belegt. Nach dem Frühstück gehen wir zuerst etwas Meeresluft schnuppern. Wir spazieren dem Meer entlang, was wir so richtig geniessen. Nach 2 Stunden Bewegung entscheiden wir nach Florenz zu fahren. Wir fahren nicht Autobahn, sondern nehmen die Hauptstrasse, welche mehr Unterhaltung bietet. Nach 3 Stunden fahren wir direkt auf den Campeggio Michelangelo. Nach einer Ruhepause marschieren wir in die Stadt, wo wie auf der Piazza del Signora eine wirklich feine Pizza geniessen. Bei „Grom“ gönnen wir uns noch das beste Gelati von Florenz.

Heute ist nochmals Stadtbesichtigung angesagt. Abends als es bereits dunkel wird, gehen wir zur Piazza del Michelangelo, wo wir noch Nachtaufnahmen von der Stadt machen können.

Vorerst haben wir genug von der Stadt und den vielen Leuten. Wir packen zusammen und fahren durch das Chianti Gebiet. Erster Halt ist in Panzano, wo wir die alte Kirche S. Leolino besichtigen. Dann fahren wir weiter über Volpaia nach Radda wo wir den Stellplatz für eine Übernachtung nutzen.

Es ist der 19. September und unser heutiges Endziel ist der Trasimeno See. Wir fahren über San Gimignano, ein sehr interessanter Ort, aber voller Tourismus, nach Siena.  Wir schlendern durch die Stadt und setzen uns auch noch für einen Moment in die Mitte des Piazzo del Campa und beobachen das Geschehen. Zurück beim Womo fahren wir auf den Campeggio Villagio Italgest in Sant’Arcangelo am Trasimenischen See. Genau zur richtigen Zeit kommen wir an, um eine wunderschönen Sonnenuntergang zu geniessen. Mit einem feinen z’Nacht aus der Womo Küche beenden wir den Tag.

Wiederum ein schöner Tag. Die Gegend ist sehr schön und so satteln wir unsere Velos und fahren nach Castiglione del Lago. Wir besichtigen die Festung und den hübschen Ort und geniessen, dass es hier viel weniger Tourismus hat. Später verbringen wir die Zeit vor dem Womo mit Lesen und Fischen.

Wir erwachen wieder bei schönstem Wetter. Aber der Herbst ist nicht zu unterschätzen, ist es doch recht kühl nachts und morgens. Andreas versucht es bereits nach dem Frühstück mit Fischen, doch einmal mehr erfolglos. Währenddessen habe ich mich im Umbrien Führer schlau gemacht und festgestellt, dass man mit dem Velo rund um den See fahren kann. Also los, die Tour führt uns durch sehenswerte Orte und schöne Landschaften und Wälder. 60 km die sich wirklich lohnen. Zurück macht Andreas gleich wieder auf Petri Heil und diesmal mit mehr Glück.  Er fängt ein schönes Egli, welches wir dann als Vorspeise zum Salat essen.

Heute geht unsere Reise ein Stück weiter. Tagesziel ist Assisi. Erster Halt Perugia. Danach fahren wir direkt nach Assisi auf den Parcheggio Ponte S. Vetturino. Auf der Hinfahrt haben wir Halt gemacht um die Kirch St. Maria dell Angeli zu besichtigien. Sie beherbergt eine Kirche in der Kirche. Den Ort Assisi und die Stationen des heiligen Franziskus erkunden wir zu Fuss. Da ich letztes Jahr bereits einmal da war, konnte ich Andreas viel erzählen und wir spürten beide die positive Energie, die uns auch nachdenklich stimmt. Bei Dunkelheit marschieren wir zur Rocca Maggiore um die Aussicht zu geniessen einfach herrlich. Bevor wir zurück zum Womo laufen, gönnen wir uns noch ein Absackerl in einem netten Restaurant.

Auch auf einem Parkplatz lässt sich gut schlafen. Nach dem Frühstück laufen wir zum Kloster San Damiano. Auf dem Rückweg gehen wir zu einem Bauer wo wir Olivenöl kosten und auch kaufen. Bevor wir Assisi verlassen, machen wir noch einen Spaziergang durch den Ort und nehmen die gute Energie mit. Doch religiöses und geschichtliches haben wir nun definitiv genug gesehen. Wir haben noch das Bedürfnis nach Meer. Also fahren wir weiter an die Adria. Auf dem Campingplatz Stella Maria in Torretto di Fano bleiben wir vorerst. Ein schöner Platz, wenig belegt mit einem herrlicher Strand haben wir zur Verfügung. Sogar das Wasser ist noch angenehm warm. Da es abends früh dunkel wird, verkriechen sich die Leute im Womo, so auch unsere netten Österreicher, also machen auch wir es ihnen gleich.

Es ist der 24. September und wir wollen einfach den Tag auf dem Campingplatz geniessen. Lesen, Schlafen, Baden, Kochen, Essen  und Chatten, so sieht der heutige Tag aus. Langsam werde ich doch etwas nervös. Unsere Tochter heiratet in wenigen Tagen und ich weiss gar nicht, ob ich noch etwas zu tun habe, oder ob ich etwas wichtiges vergessen habe, ich hoffe mal nicht.

Heute stehe ich etwas früher auf, denn ich will statt den Sonnenuntergang mal den Sonnenaufgang beobachten. Leider ist das Tor zum Strand geschlossen, also mache ich es mir hinter dem Tor bequem und geniesse den Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück fahren wir mit den Velos nach Fano auf den Markt, wo wir frischen Fisch, Gemüse und Obst einkaufen. Auch heute haben wir noch Zeit zum Baden. Der Wind frischt jedoch etwas auf, was uns aber viele Fische im Wasser sehen lässt. Abends geniessen wir mit unseren Nachbarn ein feines Glas Wein und erfahren viel über Wohnmobile. Helmut und Theresia waren während 37 Jahren Besitzer eines Wohnmobil Geschäftes.

Nachdem wir unsere Nachbarn verabschiedet haben, packen auch wir zusammen und fahren zum Lago d’Iseo. Es ist eine schöne abwechslungseiche Fahrt. In Vello parken wir auf einem Parkplatz und machen noch einen Spaziergang nach Marone, wo wir uns einen Apérol gönnen. Dieser wird mit feinem Gebäck und Sandwiches serviert und dies kostenlos. Wir lassen’s uns schmecken.

Die Nacht war doch lauter als gedacht, darum erwachen wir früh und entscheiden uns, der Heimat entgegen zu fahren. Wir fahren über den Passo Aprica nach Tirano, dann über den Bernina nach St. Moritz und dann noch auf den Julier wo wir übernachten. Die Fahrt ist einfach wunderschön.

Vom Bett aus beobachten wir den Sonnenaufgang und geniessen unsere Freiheit. Nach dem Frühstück fahren wir nach Lenzerheide. Auch diese Fahrt ist wunderschön. Wir machen einen Spaziergang und fahren nachher noch nach Hause. Diese Reise war geprägt von historischem und kulturellem. Assisi war beeindruckend und liess uns über  vieles nachdenken.  Pace e bene