2014 Süditalien

Es ist Freitag der 30. Mai und das Womo ist gepackt. Um 17:30 Uhr geht unsere Reise Richtung Süden los. Unsere Freunde aus Bern haben ein Womo gemietet und wollen uns diesmal begleiten. Wir freuen uns. In Erstfeld auf der Raststätte treffen wir Marlyse und Dänu und gemeinsam gönnen wir uns ein zNacht, bevor unsere Reise gemeinsam weiter geht. Wir fahren ca. 350 km und parken dann auf einer Autobahnraststätte zwischen zwei Laster. Die Nachtruhe haben wir uns verdient.

Es sind noch ca. 190km bis nach Florenz. Nach dem Frühstück um ca. 19:00 Uhr fahren wir los und kommen gut voran. Letztes Jahr waren wir auf dem Campeggio Michelangelo und dieses Jahr fahren wir direkt auf den Area die Sosta Camping, der neu ist. Ein wunderschöner Platz. In der Nähe hat es sogar eine Bushaltestelle, die uns sehr gelegen kommt, denn eine Stunde zu Fuss, wenn man nachher noch eine Stadt besichtigen will, ist definitiv zu viel.

Wir bleiben bis am 2. Juni hier und erkunden Firenze, dann heisst es weiterfahren. Marlyse und Dänu wollen nach Siena, Andreas und ich nach Bagni di Petriolo wo es ein Naturbad gibt, also trennen sich unsere Wege vorerst. In Bagni di Petriolo hat es bereits viele badende. Es ist ein Feiertag, was wir nicht wussten. Wir finden trotzdem unterhalb der Therme einen Parkplatz den wir auch zum Übernachten nutzen dürfen. Besser geht es gar nicht. Auch wir wollen uns im Thermalwasser vergnügen. Wir halten es aber nicht allzu lange aus, denn es ist extrem heiss. Doch es gibt Menschen, die kommen gar nicht mehr aus dem Wasser heraus. Abends wagen wir dann den zweiten Gang, jetzt hat es auch bedeutend weniger Leute. Der Schwefelgeruch sitzt fest in der Nase, ob man das je wieder aus dem Badekleid bekommt? Zum Glück können wir im Womo duschen.

Wir stehen früh auf, denn bevor wir weiterreisen, wollen wir nochmals in heisse Wasser. Ich geniesse die Wärme, denn meinem Rücken tut dies so richtig gut. Um 8:30 Uhr haben wir in Siena abgemacht. Wir wollen danach mit Marlyse und Dänu nach Ischia weiterreisen. Das heisst mit dem Auto noch mindestens 500 km weit fahren. Damit wir so schnell wie möglich weiter kommen, nehmen wir die Autobahn. In Pozzuoli fährt Andreas direkt auf die Fährlinie. Marlyse und ich erkundigen uns schnell wo wir Billette kaufen können. Alles muss schnell gehen, denn die Fähre kommt bereits. Kaum Billette ergattert, fahren wir auf die Fähre. Der Zeitplan, den wir eigentlich gar nicht hatten, ist voll und ganz aufgegangen. Die Überfahrt dauert ca. 1 Stunde und wir freuen uns auf eine knappe Woche Ischia Ferien. Wir fahren vom Hafen Casamicciola zum Süden der Insel auf den Camping Mirage am Spiaggia Maronti in der Nähe von Sant Angelo. Die Einfahrt zum Camping ist sehr steil aber die Männer schaffen das bravourös. Da wir es verpasst haben einzukaufen, nimmt Andreas noch das Velo und fährt in den nächsten Supermarkt, damit wir um 20:30 Uhr endlich was zu essen bekommen. Wir gehen mit vielen neuen Eindrücken müde schlafen.

Ein wunderschöner warmer Morgen. Ich stehe früh auf und mache einen Spaziergang dem Strand entlang. Es ist einfach traumhaft. Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Marlyse und Dänu gehen Andreas und ich auf eine kleine Wanderung. Zuerst laufen wir dem Strand entlang nach Sant Angelo und über die Terme Cavascura wieder zurück zum Womo. Und jetzt ist endlich baden angesagt. Es ist wunderbar.

Zur Zeit bin ich morgens früh wach und so stehe ich auch heute bereits um 7.30 Uhr auf und geniesse die morgendliche Ruhe. Nach dem Frühstück gehen Andreas und ich mit dem Bus nach Fontana und von da wandern wir ca. 3.2 km auf den Monte Epomeo. Die Aussicht oben ist paradisisch. Wir gönnen uns ein z’Mittag und entscheiden bis zum Campingplatz zurück zu laufen. Bis nach Serrara Fontana laufen wir der Strasse entlang und danach finden wir wieder einen Wanderweg. Der Weg ist teilweise sehr steil und sandig, was das Unternehmen etwas schwierig macht. Unterwegs begegnen uns 2 Damen, die noch bergauf laufen. Wir sprechen sie kurz an und siehe da, die eine kommt aus Altdorf und heisst Heidi. Die Welt ist wahrhaftig klein. Heidi erzählt uns, dass wir in der Therme la Sorgente gratis baden können und diese ist nicht so weit vom Campingplatz entfernt. Wir sind froh, als wir beim Womo ankommen. Ich wasche die staubigen Kleider und Andreas die Schuhe.

Heute wollen wir die Thermalquelle la Sorgente aufsuchen. Wir gehen zu viert zum Strand und nehmen ein Taxi Boot. Er bringt uns direkt zur Quelle und verspricht uns in 2 Stunden wieder zu kommen um uns abzuholen. Auch hier ist die Quelle sehr heiss, so dass einige Leute sogar Eier und Kartofeln  kochen. Wir geniessen die 2 Stunden und sind erstaunt, dass unser Taxi Boot auch wieder auftaucht.

Es ist der 7. Juni und wir machen heute eine Inselrundfahrt mit dem Bus. Erster Halt Ischia Porto, dann Ischia Ponte wo wir das Castello Aragonese besichtigen. Weiter geht es zur Therme Castiglione, die leider nur eine Parkanlage mit Eintritt ist. Wir treffen hier Marlyse und Dänu . Nächste Station ist der Wanderweg Bosco della Maddalena, der zu einem Krater führt. Mit dem Bus geht es weiter in die Bucht San Montana wo wir baden. Nun geht es weiter nach Forio, wo wir etwas kleines essen. Weiter mit dem Bus nach Barano von wo aus wir dann ein Taxi zum Campingplatz nehmen. Schnell Duschen und schon sind wir wieder bereit um noch auswärts essen zu gehen. Direkt am Meer geniessen wir zusammen mit Marlyse und Dänu ein feines z’Nacht.

Es ist Pfingstsonntag und wir geniessen den heutigen Tag mit relaxen, baden, lesen usw. Zwischendurch müssen wir uns richtig zwingen und das Nichtstun geniessen. Es gibt so viele schöne Orte und Landschaften, man könnte richtig süchtig werden. Doch sind die Ferien ja auch zur Erholung da.

Heute verlassen wir bereits um 9:30 Uhr den Campingplatz und fahren nach Casamicciola, wo wir die Fähre nehmen. In Pozzuoli ist die Fahrt wegen dem vielen Verkehr ziemlich mühsam, aber wir schaffen es und fahren noch bis nach Sorrento auf den Camping Fortunato. Abends nehmen wir den Bus in die Stadt und gehen zuerst einmal Pizza essen. Wir werden sehr enttäuscht. Die Pizzas sind zu fettig und gar nicht was wir als italienische Pizza gewohnt sind. Danach schlendern wir noch durch die Stadt, bevor wir dann wieder mit dem Bus zurück fahren.

Auch heute heisst es wieder früh aufstehen. Wir haben gestern eine Capri Rundfahrt gebucht. Das Boot fährt bereits um 8:30 Uhr ab. Unterwegs machen wir halt bei der blauen Grotte, was ein einmaliges Erlebnis ist. Wir fahren weiter nach Marina Piccola wo wir aussteigen und mit dem Bus nach Capri fahren. Wir haben 5 Stunden Zeit Capri zu entdecken. Die Zeit vergeht wie im Flug. Um 15:00 Uhr sind wir wieder auf dem Boot, welches noch um die andere Seite der Insel fährt. Mit vielen schönen Eindrücken kommen wir müde beim Campingplatz an.

Gestern Abend hat es geregnet und somit war die Nacht etwas kühler, was wir alle genossen. Heute wollen wir aufbrechen. Andreas und ich nach Alberobello und Marlyse und Dänu Richtung Vieste. Also fahren wir nach dem Frühstück los. Die Fahrt ist sehr abwechslungs- und teilweise auch kurvenreich. Zeitweise kommen wir uns vor wie in der Wüste. Es ist sage und schreibe 36°C. Nach 17:00 Uhr haben wir es geschafft und kommen glücklich auf dem Area Sosta Alberobello Nel Verde an. Der Stellplatz ist nur ein paar Meter vom Ort entfernt. Perfekter kann man es kaum haben. Das Trulli Dorf ist wirklich sehenswert, auch wenn es heute vor allem dem Tourismus dient.

Heute brechen wir wieder auf und fahren nach Vieste. Während der Fahrt geht das Küchenkästchen wo die Esswaren drin sind auf und es ist völlig kaputt. Andreas flickt es provisorisch. Vor Mafredonia beginnen die Umfahrungen, was sich als ziemlich mühsam erweist. Das Gargano Gebiet ist wiederum wunderschön und auch gut zu befahren.  Auf dem Campingplatz Molinella werden wir von Marlyse und Dänu bereits erwartet. Ein schöner Platz mit herrlichem Strand in einer Bucht gelegen mit Sicht auf Vieste. Wir werden sogar mit Fischen beschenkt. 2 Männer haben so viele Fische gefangen, dass sie einige einfach so verschenken. Unser z’Nacht ist gerettet.

Wieder mal ein Tag zum Geniessen und das wollen wir auch wirklich tun. Einkaufen ist das Einzige was sein muss und sich als schwierig erweist. Einzig der nächste Campingplatz bietet uns etwas Fleisch an. Zurück beim Campingplatz verbringen wir die Zeit mit Lesen, Schlafen, Baden, Drachenfliegen und Quatschen. Einfach schön.

Heute wollen wir weiter. Wir fahren der Küstenstrasse entlang, was sehr schön ist, aber eben auch eher langsam. Also nehmen wir die Autobahn und kommen um ca. 17:30 Uhr auf dem Campingplatz Summerland in Senigallia an..

Das erste Mal etwas bewölkt. Wir haben uns für einen Ruhetag entschieden. Es ist windig und bedeutend kühler. Aber ein Strandspaziergang hat auch bei diesem Wetter seinen Reiz.

Auch heute ist es bewölkt. Wir machen wieder einen Strandspaziergang was beinahe meditierend wirkt. Im Städtchen treffen wir Marlyse und Dänu und gemeinsam schlendern und schlemmen wir durch den Ort.

Der heutige Tag beginnt wieder sonnig und wir geniessen das Frühstück unter freiem Himmel. Bevor wir wirklich losfahren, füllen wir im nahegelegenen Supermarkt unsere Kühlschränke auf. Nun heisst es ca. 500 km unter die Räder zu nehmen. Wir wollen nach Mergozzo. Trotz viel Verkehr kommen wir gut voran und abends um 18:30 Uhr haben wir den Campingplatz erreicht.

Es ist leicht bewölkt und gerade richtig um mit den Velos nach Gravellona auf den Markt zu fahren und später nach Verbania. Es ist herrlich schön. Am späteren Nachmittag gehen wir baden und mit Marlyse und Dänu machen wir eine Pedalofahrt auf dem Mergozzosee. Gegen Abend braut sich dann noch ein Gewitter zusammen und so gehen wir ins Campingrestaurant wo wir uns einen Fussballmatch ansehen.

Nun sind unsere Ferien schon wieder vorbei. Ein letztes Mal geniessen wir mit Küngs das Frühstück und verabschieden uns dann. Sie fahren über den Simplon nach Hause und wir dem Lago Maggiore entlang und machen noch einen Halt in Ascona. Glücklich mit vielen schönen Erinnerungen kommen wir abends zu Hause an.