2012 Dalmatien

Wiedermal ist eine längere Reise angesagt und zwar Kroatien. Diesmal fahren wir nicht alleine, Andreas Schwester Rita und ihr Mann Arno begleiten uns mit einem gemieteten Wohnmobil. Treffpunkt 6. Juni um 20:00 Uhr in Goldau. Um 20:30 Uhr sind wir dann alle startklar und die Reise kann beginnen. Wir fahren über München Salzburg, und kommen morgen um 3:15 Uhr kurz nach Salzburg auf einer Raststätte an und sind froh ins Bett zu dürfen.

Heutiges Ziel ist der Plitvicka Nationalpark. Die Reise führt uns über Ljubljyana nach Kalovac und dann bis zum Camping Korana, der ca. 6 km von den Plitvitzerseen entfernt ist. Der Platz ist wunderbar und wir haben bereits mit den ersten Schweizern Kontakt.

Unsere Velos haben wir mit dabei und so können wir die 6km zu den Plitvitzerseen radeln. Wasserfälle, Seen, wunderschöne Plätze und einfach eine herrliche Landschaft wird uns hier geboten. Wir sind sehr beeindruckt und nutzen den ganzen Tag. Die Rückfahrt mit den Velos ist sehr angenehm. Was wir am Morgen an Steigung hatten, können wir jetzt nutzen und einfach fahren lassen, da die Temperaturen doch recht warm sind, ein angenehmes Gefühl.

9. Juni und wir wollen nach Dubrovnik. Das heisst wir haben noch ca. 460 km vor uns. Je näher wir der Küste kommen, desto karger wird die Landschaft und das satte grün verschwindet. In Dubrovnik fahren wir den Campingplatz Solitudo an. Auch da sieht es wieder perfekt aus. Er ist zwar nicht direkt am Strand, aber wir sind ja gut zu Fuss und 200 m ist ja auch keine Strecke. Nachdem wir uns installiert und den Campingplatz inspiziert haben, freuen wir uns alle auf ein Bad im Meer.

Dubrovnik wir kommen. Wir satteln wieder unsere Velos und fahren in die Stadt. Wir machen den Rundgang auf der Stadtmauer ca.(2 Std.), besichtigen die alte Museumsapotheke und schlendern durch die wunderschöne Stadt. Wir sind auch völlig begeistert von der Sauberkeit, das hätten wir nie erwartet. In einem italienischen Restaurant stillen wir unseren Hunger.

Heute ist Ruhetag angesagt. Abends wollen wir dann die Altstadt noch bei Nacht besichtigen. Wir nehmen den Bus, der uns in die Stadt bringt. Als erstes wollen wir auf den Berg Srd (kein Schreibfehler). Es bietet uns ein wunderschöner Blick auf die Stadt und das Meer. Dubrovnik bei Night ist interessant und sehenswert.

Nun soll uns unsere Reise weiter der Küste nach nach Norden führen. Nächstes Ziel Orebic. Wir fahren auf den Camping Nevio. Ein wunderschöner Platz, doch leider ist es heute sehr windig uns so ist auch die See sehr stürmisch. Also nichts mit Baden.

Wie bis jetzt immer, stehen wir bei schönstem Wetter auf und geniessen das Frühstück an der Sonne, das heisst am Schatten, denn an der Sonne ist es bereits zu heiss. Wir besprechen die heutige Route, die uns nach Korcula, auch klein Dubrovnik genannt, bringen soll. Wir schlendern durch den kleinen Ort und erkundigen uns über die Fähre nach Hvar, die erst morgen um 13:00 Uhr fährt. Also suchen wir uns einen geeigneten Stellplatz und werden bald fündig. Der kleine Platz Kamp Vrbovika liegt direkt am Meer. Das Wasser ist so klar, dass wir sogar schnorcheln gehen. Abends machen wir noch einen kleinen Spaziergang und geniessen die Stille.

Es ist der 14. Juni und heute werden wir nach Stari Grad auf die Insel Hvar, oder auch Lavendelinsel genannt, überschiffen. Die Überfahrt dauert ca. 3h40 Min. Bei der Ankunft ist es bereits Mitte Nachmittag und so fahren wir nur noch bis Jelsa auf den Kamp Grebisce. Ein wunderschöner Camingplatz mit eigenem Rebberg und Wein, den es zu verkosten gilt. Der Platz liegt in einer herrlichen Bucht. Heute kocht uns Andreas ein feines zNacht. Der Wein vom Campingplatz kommt aus der Plastikflasche und ist definitiv gewöhnungsbedürftig.

Da das Wetter immer sonnig ist, sind auch die Wassertemperaturen sehr angenehm. So wagen Andreas und ich uns bereits vor dem Frühstück ins Wasser. Später machen wir eine Velotour nach Stari Grad und Jelsa und tätigen unsere Einkäufe. Die Zeit ist ideal für Kroatien, schönes Wetter, warmes Meer und nicht viel Tourismus.

Heute wollen wir weiter, eigentlich gefällt es uns so gut hier, dass es auch schön wäre zu bleiben, doch wir wollen ja noch soviel sehen. Doch zuerst gehe ich eine Stunde walken und dann noch baden. Nach dem Frühstück fahren wir nach Jucuraj wo uns die Fähre nach Drvenik bringt. Ohhh…., wie war es doch schön auf der Insel, hier auf dem Festland hat es bedeutend mehr Verkehr. In Stobrec finden wir einen Campingplatz, der auch noch 2 Plätze frei hat. Bis jetzt hatten wir mit Plätze suchen noch gar kein Problem, hier ist es aber ziemlich voll.

Das Womo bleibt stehen und wir fahren mit den Velos nach Split. Es sind ca. 8 km. Die Stadt ist schon sehr alt, die ersten Gebäude wurden bereits im 3 Jahrhundert von den Römern gebaut. Der Nachmittag ist zum Ruhen da. Es ist sehr warm und darum geniessen wir die Zeit mit Baden, Relaxen und Lesen. Andreas und Arno nehmen ihre Modellflieger hervor und machen ein paar Flüge auf dem nahegelegenen Golfplatz.

Der Tag beginnt früh, denn wir wollen heute einige Städt besichtigen und bis nach Simuni auf die Insel Pag kommen. Erste Stadt ist Trogir, dann Primosten, weiter nach Sibenik und nach einem feinen Essen noch auf den Camping Simuni. Oh, welche Enttäuschung, die Stellplätze sind sehr uneben und schräg, es lässt sich kaum ein Wohnmobil gerade stellen, also fahren wir zurück auf den Bluesun Autocamp Paklenica. Jetzt so schnell wie möglich ins Wasser, denn es ist heiss und wir brauchen alle eine Erfrischung. Die Etappe war anstrengend, aber sie war es trotzdem wert. Unglaublich wie die Landschaft sich verändert hat, so karg, man könnte meinen man wäre auf dem Mond, oder in der Wüste?

Wieder mal ein Ruhetag. Das bedeutet nicht nichts tun, sondern das Womo bleibt stehen. Wir machen eine Velotour in den Nationalpark und sind froh, dass wir danach das Kühle nass geniessen können. Es ist beinahe 35°C. Somit ist uns auch klar, dass wir die morgige vorgesehene Wanderung absagen. Es ist einfach zu heiss. Abends gönnen wir uns im Campingrestaurant ein feines Lammessen. Ein weiterer wunderschöner Tag geht zu Ende.

Die Nacht war heiss. Zadar mit der Meeresorgel steht heute auf dem Programm. Auch den Markt wollen wir nutzen und unsere Kühlschränke wieder auffüllen. Wir fahren nur mit einem Womo nach Zadar und holen das andere später vom Campingplatz. Nun heisst es noch nach Senj auf den Kamp Skver fahren. Wir haben da zwei Stellplätze reserviert. Die Idee von Rita sie zu reservieren, hat sich gelohnt. Wir stehen in der ersten Reihe, direkte Sicht aufs Meer. Endlich kommen wir auch dazu etwas zu essen und schon freuen wir uns wieder auf’s Baden. Das Meer ist hier so warm, dass wir für eine Erfrischung etwas weiter hinaus schwimmen müssen.

Es ist erst 7:30 Uhr als ich einen Spaziergang zur Burg Nehai mache. Zurück beim Womo wird gefrühstückt. Andreas und ich nehmen noch ein Bad bevor es wieder weiter geht. Die Abkühlung tut gut, so lässt sich auch einiges angenehmer reisen. Unser heutiges Ziel ist Mali Losinj auf der Insel Cres. Wir nehmen die Fähre in Valbiska auf der Insel Krk, die uns nach Merag bringt. Auf dem Camping Cikat finden wir einen geeigneten Platz vor. Auch heute ist es wieder sehr heiss, darum ist als nächstes Baden angesagt.

Heute Freitag und nächsten Montag ist in Kroatien Feiertag, darum wollen wir nicht unbedingt Autofahren. Das heisst wir können die Zeit anders nutzen. Wir fahren mit den Velos nach Mali Losinj und weiter nach Veli Losini. Dort finden wir Schweizer die eigentlich Kroaten sind, aber bereits seit 47 Jahren in der Schweiz leben. Sie raten uns keine Delphintour zu machen (hätten wir eigentlich gerne gemacht), denn man ist sehr lange unterwegs und Delphine sieht man nur sehr selten. Zurück beim Womo koche ich, was bei diesen Temperaturen teilweise eine echte Herausforderung ist.

Heute und morgen ist wirklich relaxen angesagt. Keine Velotour, nur Spaziergänge durch die Kieferwälder oder zum Konzum bringt uns etwas Bewegung.

Es ist der 25. Juni und wir haben noch 3 Tage Zeit, darum wollen wir der Heimat etwas näher kommen. Wir entscheiden uns nach Porec auf Istrien zu fahren. Etwas südlich von Porec finden wir den Camping Puntina. Nach der mehrstündigen Fahrt ist auch hier wieder Baden angesagt. Abends hat es dann das erste Mal auf dieser Reise geregnet.

Istrien ist sehr touristisch. Es hat hier viel mehr Leute als noch im Süden, und die Campingplätze sind gut besucht. Trotzdem erkunden wir Porec mit dem Velo und es gefällt uns. Abends geniessen wir ein feines Essen auswärts.

Heute wollen wir Kroatien verlassen und an den Gardasee fahren. In Desenzano finden wir den Camping San Francesco. Auch hier ist einmal mehr alles tip top. Der letzte Abend bevor es dann endgültig nach Hause geht. Wir werden mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Die letzte Etappe haben wir noch vor uns. Es war eine wirklich schöne und erlebnisreiche Zeit. Die Welt ist voller Überraschungen, man kann davon richtig süchtig werden. Jetzt freuen wir uns aber zuerst mal auf unsere Lieben zu Hause und auch ein bisschen auf die nächste Reise.