2016 Schweden

Reisebericht von 17. Juni bis 21. Juli.

Am 17. Juni nach einem feinen Mittagsessen bei Sandra und Nino begann unsere Reise in Brunnen. Die Fahrt Richtung Kiel verlief bis nach Frankfurt reibungslos. Stockender Kolonnenverkehr war dann angesagt, was aber nicht weiter tragisch war. Oberhalb Kassel nach ca. 655 km freuten wir uns auf den Schlaf.

Bereits morgens um 6:00 Uhr waren wir erholt und wir setzten unsere Reise fort. Unser Ziel Campingplatz Möltenort in Kiel erreichten wir problemlos mittags nach weiteren 400 km. Wegen des Windes ist es eher kühl, jedoch trockenes Wetter. Unser Platz lag auf dem Deich direkt an der Förde, wo wir die Schiffe beobachten konnten. Hier blieben wir bis am Sonntag. Kiel besuchten wir mit dem Fahrrad.

Abends um 18:45 Uhr lief die Fähre aus dem Kieler Hafen. Wir freuten uns sehr auf Schweden.

Die Nacht war ruhig. Morgens um 9:15 Uhr legte die Stena Line in Göteborg an. Es war bewölkt, aber auch die Sonne liess sich zwischendurch blicken. Wir fuhren direkt zum Stellplatz Liseberga und machten unsere Velos startklar. Göteborg ist eine ruhige Stadt und sehr gut mit dem Velo zu erkunden. Zurück beim Womo begann es zu regnen und hörte bis zum nächsten Morgen nicht mehr auf.

Heute haben wir mit Caroline und Flurin in Vänersborg auf dem Camping Ursand abgemacht. Das Wetter war viel freundlicher, einzig der Wind kühlte etwas ab. Auf der Fahrt machten wir noch einen Abstecher nach Marstrand, ein wunderschöner Ort. Wir kennen es noch von unserer ersten Skandinavienreise. Die Freude Caroline und Flurin zu sehen war gross. Gemeinsam machten wir noch eine Wanderung und abends versuchten wir Fische zu fangen. Caroline und Flurin als richtige Anfänger haben je ein schönes Egli gefangen. Andreas auch eines, welches noch etwas klein war und ich ging leer aus. Übrigens: Gefischt haben wir bis nachts um 23:00 Uhr, da es so herrlich schön und hell war.

Unsere Reise ging weiter auf die Insel Orust zum Campingplatz Stocken. Die Reise ist wunderschön und auch der Campingplatz einzigartig. Wir werden die nächsten 4 Tage hier verweilen und mit Wandern und Velofahren verbringen.

23. Juni – 27. Juni

Die Tage in Ellös gingen schnell vorbei. Wir erlebten das wirkliche Schweden. Am Freitag wurde der Mitsommertag gefeiert, die Frauen und Mädchen haben sich herausgeputzt und trugen Blumenkränze in den Haaren. Ein wirklich schöner Brauch.

 

Am Sonntag 26. Juni hiess es von Caroline und Flurin Abschied nehmen. Sie fuhren Richtung Göteborg und wir weiter nach Lidköping auf die Halbinsel bis nach Läckö. Wir genossen die Fahrt durch riesige Getreidefelder und sichteten auch ein paar Rehe. Ein Elch hatte sich aber bisher noch nicht gezeigt.

In Läckö gab es einen Stellplatz direkt hinter dem Schloss, welchen wir gerne als Übernachtungsplatz nutzten. Abends wanderten wir noch 4 km dem See entlang und im Wald.

Und schon hiess es wieder weiterfahren. Tagesziel: Sjötorp am Eingang des Göta Kanals. Wieder ein wunderschöner Stellplatz mit allem was man zum Übernachten braucht. Wir konnten Schiffe beobachten, die durch die Schleusen fuhren. Das Wetter war sehr wechselhaft, trotzdem wagten wir einige Kilometer mit den Velos dem Kanal entlang.

28. Juni – 29. Juni

Die Reise ging weiter, wir fuhren nach Forsvik, ein alter Industrieort auch direkt am Göta Kanal. Die alten Gebäude des Ortes sind erhalten geblieben, man kann das alte Handwerk darin besichtigen. Der Stellplatz war einmal mehr perfekt und auch das Wetter zeigte sich von der besten Seite.

Wir wurden morgens von der Sonne geweckt. Herrlich! Nach dem Frühstück schauten wir einen Moment dem regen Schiffsverkehr durch die Schleuse zu und setzten dann unsere Fahrt fort. Ziel: Motala. Ca. 20 km vor dem Ziel sah ich am Waldesrand einen jungen Elch stehen. Jung und trotzdem schon so gross. Leider überzog sich der Himmel so langsam wieder.

Andreas versucht zum xten Mal sein Fischerglück. Doch leider einmal mehr erfolglos. In Motala fand ich zum ersten Mal einen Systembolaget und wir konnten etwas Wein einkaufen.

30. Juni bis 2. Juli

Der Göta Kanal war wirklich eine Reise wert, darum fuhren wir weiter nach Berg an den Roxensee. Dort gibt es die höchste Schleuse, das heisst, sie führt über 7 Stufen. Es waren gerade 4 Segelschiffe in einer Schleuse und sie brauchten ca. 2 ½ Stunden um diese zu bewältigen. Eine kleine Velotour dem Kanal entlang, zeigte uns noch etwas die Landschaft.

 

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Mem bei Söderköping, wo wir übernachteten. Hier war das Ende der Schleusen, der Kanal mündet hier ins Meer.


Wir haben viel gesehen, auch viele Rehe sahen wir auf den Feldern stehen. Die Fahrt war sehr erholsam, da wir nie weit fuhren und doch täglich den Ort wechselten. Die Stellplätze waren erste Klasse. Sie waren günstig, schön gelegen und man hatte alles was man benötigte.

Nach einer guten Nacht packten wir wieder zusammen und fuhren nach Gusum an den Yxningen See. Ein idyllischer Ort und das erste Mal hatte ich das Gefühl: » jetzt ist es Sommer». Doch dieser war nur von kurzer Dauer, es kühlte stark ab und es regnete zwischendurch wir aus Kübeln.

3. Juli

Der nächste Morgen war dafür sonnig und wunderschön, aber sehr frisch. Trotzdem frühstückten wir draussen. Wir unterhielten uns noch kurz mit unseren Zürcher Nachbarn, bevor wir eine Velotour nach Valdemarsvik machten. Ein schöner Ort am Fjord.
Die Leute in Schweden sind ausgesprochen freundlich. Man fühlt sich überall herzlich willkommen. Die meisten Cafés machen von aussen einen unscheinbaren Eindruck, geht man aber hinein, findet man meist ein kleines Bijou vor.

4. Juli und 5. Juli

Wir haben den Ort bereits wieder verlassen und fahren weiter nach Västervik. Bevor wir uns auf dem Camping Resort eingecheckt hatten, schauten wir uns etwas auf dem Platz um. Der Platz ist riesig, trotzdem fanden wir schnell einen geeigneten Ort für unser Womo und zwar direkt am Wasser. Einfach herrlich. Hier blieben wir 2 Tage.
Västervik erkundigten wir mit dem Velo. Die St. Petri Kirche und die kleinen hübschen Gassen mit den alten Häusern waren wirklich sehenswert. Auch den Aussichtsturm haben wir erklommen.
Jeweils abends machten wir einen Spaziergang auf dem Campingplatz. Jener mit den Schären war herrlich auch wegen der untergehenden Sonne, die das Licht speziell macht.

6. Juli bis 12. Juli

Die Reise ging weiter Richtung Landesinnern, und zwar nach Ingatorp. Wir haben mit Kurt und Irène abgemacht, die gerade Schweizer Freunde besuchten. Wir wurden bei Regen unten an der Strasse von Irène und Bonsai (Hund) sehr herzlich begrüsst und durften vor Aebischer’s Haus unser Womo parkieren. Einen privaten Stellplatz hatten wir bisher noch nie. Mit Fischen, Heidelbeeren sammeln, lesen und geniessen verbrachten wir ein paar herrliche Tage.

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Am 8. Juli verabschiedeten wir uns, um weiter zu reisen, diesmal in Begleitung von Irène und Kurt. Erster Halt war Husqvarna, wo wir das eindrückliche Museum besuchten und gerade auch noch den Einkauf erledigten. Am Vidösternsee fanden wir unseren Campingplatz E4 ans Camping. Zwar nur ein Einstern Platz, aber so schön gelegen, dass wir gerne blieben.

 

10. Juli uns es regnete. Es war mehr Herbst als Sommer. Unsere Fahrt ging weiter nach Varberg auf den Campingplatz Getteröns. Varberg ist ein hübscher kleiner Ort mit einem sehenswerten Badehaus. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass wir gerne ein Restaurant aufsuchten.
Am nächsten Morgen war es wieder schönes Wetter und wir wollten eigentlich noch bleiben. Doch an der Reception wurde uns gesagt, dass unsere Plätze bereits wieder reserviert wären und wir andere Plätze haben könnten. Für uns war klar, wenn wir schon zusammenpacken müssen, dann fahren wir gleich weiter!

 

Wir fuhren einer wunderschönen Route am Kattegat entlang, die uns immer wieder eine schöne Aussicht bot. Bei einem Naturreservat machten wir Halt und picknickten.
In Halmstad fuhren wir auf den Camping Halmstad, der uns sofort gefiel und auf dem wir ein paar Tage Erholung genossen.

 

12. Juli

Irène und ich wagten uns nochmals in die Heidelbeeren und unsere Männer gingen fischen. Das Wetter zeigte sich nicht schlecht und so konnten wir auch etwas Sonne geniessen. Abend konnten wir leider keine Fische essen, aber wir backten einen schwedischen Blabärpaj (Heidelbeerkuchen).
Auch der folgende Tag zeigte sich von seiner sonnigsten Seite. Und sogar etwas Strandfeeling konnten wir spüren.

 

14. Juli

Wir standen etwas früher auf als sonst, denn wir wollten auf die Insel Fehmarn (Deutschland). Wir fuhren über die Öresundbrücke von Malmö nach Kopenhagen und mit der Fähre von Rodby nach Puttgarden. Die Fahrt war abwechslungsreich, obwohl sie einige Stunden in Anspruch nahm. Der Wind war auch auf den Insel Fehmarn nicht weniger. Nein, im Gegenteil er blies uns heftig um die Ohren und um unser Wohnmobil. Draussen hielt man sich nur auf, wenn es unbedingt nötig war.

Bereits war es Mitte Juli und wo blieb der Sommer? Die Sonne schien ja immer wieder mal, aber der Wind ging je länger er dauerte durch March und Bein. Darum fuhren wir weiter Richtung Süden in die Lüneburger Heide und hofften, wenigstens den Wind loszuwerden. Auf dem Campingplatz Böhmeschlucht in Bad Fallingbostel richteten wir uns einmal mehr gemütliche ein. Der Wind war nur noch leicht spürbar und es war eindeutig wärmer.

 

17. Juli

Eigentlich hatten wir im Sinn bis morgen hier zu bleiben. Bereits in der Nacht hat es geregnet und morgens um 8:00 Uhr sah es überhaupt nicht nach besserem Wetter aus. Wir packten einmal mehr zusammen und fuhren weiter Richtung Süden. Wir schafften es bis nach Darmstadt ins Fischbachtal. Unterwegs zeigte das Autothermometer eine Aussentemperatur von 30 Grad Celsius an, was wir auch im Womo zu spüren bekamen. Endlich, doch noch sommerliche Temperaturen.

Der Campingplatz Odenwaldidyll gefiel uns auf Anhieb, vielleicht auch weil wir endlich angekommen waren und es schön und sommerlich warm war. Ein lustiger und überaus freundlicher Platzwart wies uns auf die Plätze und alle waren glücklich hier zu sein. Der Campingplatz bietet einen öffentlichen Naturschwimmteich an, der rege benutzt wurde.

 

  1. Juli

Nochmals genossen wir weit über 30 Grad Celsius.
Am nächsten Tag hiess  es endgültig nach Hause fahren. Bereits abends packten wir ums Womo alles zusammen, was sich bewährt hatte. Ich der Nacht hat es geregnet.

Die Reise war geprägt von viel Wind, Kälte, Hitze, herrlichen Landschaften, schönen Seen, freundlichen Leuten, gutem Essen und vielem mehr.

Wir sind dankbar für die tolle Auszeit und freuen uns bereits auf die nächste Reise.